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Vom Umgang mit schwierigen Chefs!

Von einem sehr klugen Trainer habe ich mal die Worte gelernt „Help your Boss, to help you“. Will heißen, unterstütze Deinen Chef dabei, es Dir leichter zu machen.

Ist der Chef eine Führungspersönlichkeit mit Rückgrat und Selbstvertrauen, dann wird er sich eher freuen und es genießen, eine erfahrene und vor allem eigenständige Mitarbeiterin im Team zu haben, auf die er sich verlassen kann und die ihm auch viel abnimmt. Und er wird versuchen, junge Mitarbeiter genau dazu zu machen.

Wie gehen wir mit Chefs um, die nicht souverän sind?

Handelt es sich aber um eine unerfahrene, jüngere Person mit Führungsaufgaben, der zudem noch die Fähigkeit der Empathie abgeht und die krampfhaft versucht, alles richtig zu machen und beim eigenen Vorgesetzten nur positiv aufzufallen, wird es ziemlich schwierig.
Die meisten von uns kennen solche Situationen. Ein Chef, der glaubt, nicht gemeckert ist genug gelobt. Der Leistungen, auch solche, die weit über ein gefordertes Normalmass hinausgehen, mit keinerlei Anerkennung honoriert, sondern uns bei jeder sich bietenden Gelegenheit klein hält und sogar noch kritisiert. Ist etwas gut gelaufen ist das selbstverständlich alleine sein Verdienst. Wem kommt das nicht bekannt vor?!

Haben Sie auch schon solche körperlichen Symptome?

Fakt ist, wir sollten nicht nur leben, um zu arbeiten, sondern arbeiten, um zu leben! Und dazu gehört meiner Ansicht nach, dass Arbeit, wenigstens ein wenig, Spaß machen darf und sollte! Wenn wir aber in einer Atmosphäre der Angst oder der ständigen Geringschätzung arbeiten müssen, macht uns das früher oder später krank. Der Körper kommt dann mit den spannendsten Symptomen. Hoher Blutdruck (man steht förmlich immer unter Hochdruck), ständige Erkältung (man hat sprichwörtlich die Nase voll), Rückenschmerzen (man kann nicht noch mehr auf dem Buckel (er)tragen) oder auch ein unerträglicher Fersensporn, der einem quasi zur Unbeweglichkeit zwingt. Die Liste ist sicher unendlich viel länger. Auch wenn Sie jetzt glauben, dass sie all diese Probleme nicht haben, früher oder später kommen sie! Er ist also an der Zeit, mit den Provilneuröschen unserer Chefs in Zukunft ein wenig besser umgehen zu können.
Ich kenne die Situation nur zu gut. Mit einem gewissen Alter und über 30 Jahren Berufserfahrung bin ich für viele Chefs schlicht weg eine Herausforderung. Und eines steht fest. Den Chef anzugreifen und ihn, womöglich noch vor seinen Mitarbeitern seine Fehler aufzuzeigen, bringt herzlich wenig. Selbst, wenn Sie es in Ihrem tiefsten Inneren möchten, es verschärft die Situation nur. Und je tiefer das Kind in den Brunnen gefallen ist, desto schwerer kann man es wieder da rausziehen.

Suchen sie stattdessen ein 4-Augen Gespräch. Vereinbaren Sie einen Termin dazu und überfallen Sie ihren Chef nicht damit. Dann sind Sie vorbereitet und haben sich Ihre Worte zurecht gelegt und bringen den Chef automatisch in eine schwächere Position. Es sei denn, es handelt sich um eine akute Situation, die keinen Aufschub duldet.

Vom Umgang mit schwierigen Chefs

Bleiben Sie ruhig und formulieren Sie Ihr Anliegen (Kritik? Würden wir doch nie äußern!) in Ich-Botschaften. „Ich bin überrascht, dass Sie mich/die Situation so sehen…“, „Ich bin sehr enttäuscht, dass…“ oder auch „Ich würde mir wünschen, dass….“. So behält Ihr Chef sein Gesicht. Niemand hat es gerne, dass mit dem Finger auf ihn gezeigt wird, Ihr Chef am aller wenigsten.

Ist Ihr Vorgesetzter ein uneinsichtiges Exemplar, aber Sie haben nur wenig direkt mit ihm zu tun und der Job macht ansonsten richtig Spaß, dann ist es meist hilfreich, ihn gedanklich von seinem Thron zu holen. Stellen Sie sich Ihren Vorgesetzten einfach in Angoraunterwäsche vor – in rosa! Klingt albern, aber hilft und nimmt den Druck raus.
Sollte die Situation so eingefahren sein und Sie schaffen es immer weniger, morgens frisch und gut gelaunt zur Arbeit zu erscheinen, dann wird auch ein 4-Augen-Gespräch nicht mehr fruchten. Wahrscheinlich haben Sie es schon probiert. Dann brauchen Sie Hilfe von außen. Wenden Sie sich an einen höheren Vorgesetzten. Stellen Sie klar heraus, dass Sie Ihren direkten Chef in keiner Weise übergehen wollen, dass Sie sich jetzt aber nicht mehr anders zu helfen wissen und deshalb auf die Unterstützung einer höheren Instanz hoffen und gerne deren Rat hätten.

Zusammengefasst

Denken Sie daran, ihr Chef ist auch nur ein Mensch. Er denkt und handelt deswegen auch menschlich und trägt all diese kleinen Profilneurosen in sich. Ihn komplett zu verändern wird wahrscheinlich nicht funktionieren. Aber mit ihm zusammen auf einer geschäftlichen Ebene zu kooperieren und gemeinsam ein Ziel zu verfolgen kann durchaus klappen. Und wenn sie glauben, dass das nicht mehr funktioniert, dann gibt es immer noch die Möglichkeit, sich nach einer anderen Beschäftigung umzusehen. Hin und wieder mal seinen Marktwert zu testen kann durchaus hilfreich sein.

Über Nicole Läbe

Jede Frau hat enorm viele Potentiale und Fähigkeiten in sich. Mein Wunsch und Ziel ist es, dass Sie wieder mehr Zugang zu den vorhandenen Potentialen erlangen und diese Schritt für Schritt entwickeln können, hin zu einem erfolgreichen, erfüllten und authentischen Leben, sowohl beruflich als auch privat!

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