Innerer Schweinehund

So zähmen Sie Ihren inneren Schweinehund!

Haben Sie sich auch schon mal ganz fest vorgenommen, ab sofort mehr Sport zu treiben um sich dann wenig später auf dem Sofa wieder zu finden? Oder die x-te Diät, die Sie jetzt endlich mal durchhalten wollten und die dann doch wieder bei Pizza und Sahnetörtchen endete?

Jeder kennt diese Situation und hat irgendwann im Leben mal diese oder ähnliche gute Vorsätze gehabt. Und jede von uns kennt ihn, den inneren Schweinehund. Er gehört zu uns, wie unser Name. Kaum haben wir uns vorgenommen, jetzt endlich etwas grundlegend zu verändern, schon ist er da und lockt uns mit schmeichelnder Stimme auf´s Sofa. Und je vehementer wir dann etwas anderes wollen, umso mehr lockt er. Die Rede ist von unserem inneren Schweinehund.

Warum tritt der innere Schweinehund immer wieder auf den Plan?

Warum ist das so und warum tritt dieser fiese Mistkerl immer dann auf den Plan, wenn wir doch so ehrenwerte und vielversprechende Pläne haben? Wir wollen doch etwas Positives erreichen und er zerstört dann unsere guten Vorsätze, oft schon im Keim. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob diese neuen Ziele, wie zum Beispiel weniger Gewicht oder mehr Sport, für uns gut sind, oder nicht. Der innere Schweinehund wertet nicht. Er will nur einfach nicht von seinem ihm bekannten warmen Plätzchen hinter dem Ofen hervor kommen.
Sind unsere guten Vorsätze also von vornherein alle zum Scheitern verurteilt oder sind wir etwa alle unfähige Verlierer? Mitnichten!!!

Sind guten Vorsätze von vornherein zum Scheitern verurteilt?

Wir Menschen lieben und brauchen Routinen und eine gewisse Gleichmäßigkeit. Das gibt uns Sicherheit und Stabilität in einer sich immer schneller und stärker verändernden Welt. Wir sind eben Gewohnheitstiere und Veränderungen flößen vielen Menschen schlicht Angst ein. Schließlich weiß man dann nicht, was auf einen zukommt. Das Vertraute kennt man, auch wenn es nicht unbedingt hundert Prozent gut ist. Da gibt es dann kein böses Erwachen mehr. Das ist der Grund, warum so viele Menschen in einer schwierigen Situation verharren.
Hierzu gibt es ein sehr spannendes wissenschaftliches Experiment mit Fröschen (ich persönlich finde solche Versuche zwar grausam, aber es liefert trotzdem ein interessantes Ergebnis). Setzt man also einen Frosch in einen Topf mit heißem Wasser, so springt er sofort wieder heraus. Setzt man aber einen Frosch in einen Topf mit kaltem Wasser und erhitzt das Wasser sehr langsam, so spürt der Frosch diese Veränderung nicht, so lange, bis er schließlich stirbt.
Uns Menschen geht es da nicht anders. Und da wir dann zudem noch fürchten müssen, dass die Veränderung unvorhersehbare negative Folgen haben könnte, bleiben wir im Topf sitzen! Kein Wunder also, dass unser „innerer Schweinehund“ so leichtes Spiel hat, nicht wahr.

Was können wir also tun, um dennoch dahin zu kommen, wohin wir wollen?

Wenn Sie Ihren inneren Schweinehund zu Ihrem Verbündeten machen wollen, müssen Sie wissen wie er tickt und ihm ein paar andere Leckerbissen anbieten, als die vertraute (vermeintliche) Sicherheit.
Als erstes seien Sie realistisch mit Ihrem Vorhaben und überfordern Sie Ihren inneren Schweinehund nicht. Sie wollen Gewicht verlieren? Dann planen Sie nicht, wie Detlev D! Soest, in 8 oder 10 Wochen 20 kg zu verlieren. Er hat nicht, wie Sie, für Familie und Kinder zu sorgen, einen Job und nebenbei den Haushalt zu schmeißen.
Planen Sie so, dass es für Sie auch wirklich durchführbar ist.

Unlimited Woman der innere Schweinehund

Jeder kennt ihn, kein mag ihn..... unser innerer Schweinehund

Oder wenn Sie sich beruflich entwickeln wollen und nebenberuflich studieren oder eine Weiterbildung machen möchten, dann konzentrieren Sie sich auf die Lehrinhalte und nicht auf die Regelstudienzeit! Ebenso ist es mit allen anderen Themen. Wenn Sie bisher Ordnung für eher überbewertet halten, wird es schwer, wenn Sie ab morgen zum Ordnungsfanatiker werden wollen. Oder wenn Sie bisher ein Couchpotatoe sind, der Sport gemieden hat, dann werden Sie sich nur sehr unwahrscheinlich 4x pro Woche im Fitness-Studio wieder finden. Wenn Sie sich vornehmen, ab morgen alles komplett anders zu machen, wird es so laufen, wie die letzten Male, nämlich gar nicht. Also seien Sie so konkret wie möglich, aber realistisch. Wozu sind Sie wirklich in der Lage und was werden Sie auch mit Spaß und Freuden beginnen?

Zusammengefasst

Schließen Sie Freundschaft mit Ihrem inneren Schweinehund und ziehen ihn auf Ihre Seite. Sorgen Sie dafür, dass er schnurrend und dösend auf seinem Platz bleibt und sich sicher und behaglich fühlt. Stellen Sie ihm eine Belohnung in Aussicht, wenn Sie ein Etappenziel erreicht haben. Feiern Sie mit ihm! Und das heißt, dass Sie sich schon beim Planen Ihres Vorhabens eine Belohnung einfallen lassen. Was tut Ihnen gut, was gönnen Sie sich sonst nicht? Eine gute Massage? Wie lang ist der letzte Besuch bei der Kosmetikerin her? Einen Tanzkurs? Oder ein neues Sport-Outfit, wenn das erste Etappenziel erreicht ist?
Und was ganz wichtig ist: Sie müssen sie dann auch wirklich einhalten! Nicht schon vor Zielerreichung, aber auch nicht unter den Tisch kehren, wenn Sie Ihr (Etappen-) Ziel erreicht haben. Ihr innerer Schweinehund ist nämlich nicht dumm. Er riecht den Braten sofort! Wenn er die Belohnung auch ohne Anstrengung bekommt, wozu dann überhaupt anfangen? Und wenn er die in Aussicht gestellte Belohnung trotz Anstrengung nicht erhält, tja, wozu dann überhaupt anfangen?

Über Nicole Läbe

Jede Frau hat enorm viele Potentiale und Fähigkeiten in sich. Mein Wunsch und Ziel ist es, dass Sie wieder mehr Zugang zu den vorhandenen Potentialen erlangen und diese Schritt für Schritt entwickeln können, hin zu einem erfolgreichen, erfüllten und authentischen Leben, sowohl beruflich als auch privat!

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